Ein Text wird nicht automatisch deshalb gelesen, weil sein Inhalt so bedeutend ist. Auch die Gestaltung dirigiert die Bereitschaft zum Lesen.

Bei der Gestaltung eines Briefes ist daher, wenn möglich, auf folgende Untersuchung über den ersten Eindruck eines Briefes Rücksicht zu nehmen.

Der Direktmarketing-Spezialist Professor Siegfried Vögele hat untersucht, an welchen Stellen eines Textes der erste Eindruck beim Lesen zustande kommt. Er nutzte dazu eine Augenkamera, mit der man den Blickverlauf des menschlichen Auges festhalten kann.
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Vögele stellte fest, dass die Testpersonen beim ersten "Überblicken" eines Geschäftsbriefbogens mit Text durchschnittlich zehn Punkte für jeweils Sekundenbruchteile fixierten.

Stark vereinfacht bilden diese Punkte eine geschwungene Linie entfernt ähnlich einer S- Form, deren unterer Bogen abschließend wieder nach oben führt. Ausgangspunkt ist der Briefkopf. Dann folgen: Name und Anschrift, Betreff, Briefanfang, Anfang und Ende von Absätzen sowie hervorgehobene Information. Der Blick gleitet weiter zur Unterschrift und ggf. dem PS. Abschließend erfolgt ein Aufwärtsschwenk zum Textanfang. (Quelle: Up2Day Internet GmbH, Duisburg. Der Brief-Berater. Das aktuelle Know-how für professionelle Korrespondenz.)

Außerdem haben Studien zum Leseverhalten bei Briefen gezeigt, dass bereits bei Absätzen mit mehr als sechs Zeilen Ermüdungseffekte eintreten.

Briefgestaltung- Lesestellen beim Überfliegen eines Briefes

Bei diesem zirka zwei Sekunden dauernden Blickverlauf werden allenfalls einige Wörter registriert. Die menschliche Neugierde ist erst einmal befriedigt. In dieser Zeit entscheidet der Empfänger bereits, ob - und wie konzentriert - er lesen wird.

Diese Zeit ist die erste und vielleicht einzige Chance, um den Empfänger in den Inhalt zu ziehen.

Ein schlecht gestalteter Text schreckt dabei ab. Der Empfänger steigt schon nach wenigen Zeilen aus oder fängt erst gar nicht an zu lesen. So erfährt der Empfänger nicht, was ihm der Absender sagen wollte. Gleichzeitig färbt der schlechte Brief auf die Kompetenz und das Erscheinungsbild des Absenders ab.

Ist der erste Eindruck dagegen positiv, dann ist die Chance groß, dass der Empfänger in einem zweiten Durchgang auch die Fakten und Argumente bewusst aufnimmt.

Obwohl jedes professionell gestaltete PC-Schreibprogramm eine mustergültige Textgestaltung ermöglicht, wird auf die Nutzung der technischen Möglichkeiten beim Korrespondieren oft zu wenig Wert gelegt..

Diese Analyse in die verbesserte Anordnung der täglich erstellten Texte umzusetzen, die einen weitgehend vorgebenen Inhalt zu transportieren haben, erscheint nicht einfach. Aber wenigstens sollten diese Erkenntnisse bekannt und im Bewusstsein bleiben.

 

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